Ingwer: Die Wunderknolle

Rezepte und Tipps zur Verwendung von Ingwer

Ingwerknolle und Lavendel Ingwerknolle und Lavendel

Wo kommt der Ingwer eigentlich her? Der Ursprung der Powerknolle

Klassisch kennen wir Ingwer aus der exotischen, asiatischen Küche - eingelegt zum Sushi, gehackt im Curry oder gestampft in Pasten. Inzwischen hat sich die bewundernswerte Knolle jedoch in diversen weiteren Bereichen und Rezepten etabliert. Wir haben uns gefragt, wo Ingwer eigentlich herkommt, was ihn überhaupt so besonders macht und was die beliebtesten Ingwer-Rezepte sind?! Ingwer auch Zingiber officiale wächst in den Tropen und subtropischen Gebieten. Daher sind die größten Anbauländer Indien, China und Nigeria. Die Ingwerpflanze wird bis zu 150 cm groß und man erkennt sie an ihren länglichen Blättern, die bis zu 20 cm lang werden, und den gelben Blüten. Der Wurzelstock ist die Ingwerknolle oder das Rhizom, die wir kennen und lieben. Diese Knolle kann nach etwa 8 Monaten geerntet werden. Die Inhaltsstoffe, die für Ihre positive Wirkung bekannt sind, befinden sich im Wurzelstock. In der Knolle sind 1,5-3% ätherisches Öl enthalten, Vitamin C, Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor und Eisen. Außerdem kommt in der Ingwerknolle Gingerole vor – Scharfstoffe, die dem Ingwer den typischen Geschmack verleihen.

Ingwer, Lieblingsrezepte mit der Wunderknolle Ingwer, Lieblingsrezepte mit der Wunderknolle

Ingwerknolle Ingwerknolle

Was sind die positiven Eigenschaften von Ingwer?

Was die Stoffe im Ingwer für eine Wirkung haben, erklären wir jetzt:

Ingwer gilt als absolute Heilpflanze. Die Wunderknolle ist zunächst virusstatisch, also verhindert die Vermehrung von Viren. Zudem ist Ingwer antioxidativ und wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend und stärkt daher das Immunsystem.

Außerdem ist sie antiemetisch, mindert und hemmt also den Brechreiz und wirkt gegen Übelkeit und Erbrechen. Ingwer fördert auch die Durchblutung und regt somit den Kreislauf an, fördert die Verdauung und steigert die Bildung von Speichel, Gallen- und Magensaft.

Aufgrund der stoffwechselanregenden Wirkung gilt Ingwer auch als Fettverbrenner und wird als Mittel zum Abnehmen angepriesen. Allerdings wissen wir inzwischen natürlich, dass zum Gewichtsverlust auch Bewegung und eine gesunde Ernährung notwendig sind.

Ingwer verarbeiten: Tipps & Rezepte

Ingwer gibt es in diversen Formen: die einfache Knolle, Pulver oder Kapsel, kandiert als Süßigkeit, eingelegt in Scheiben, als Saft, Ginger Ale oder Ginger Beer.

Ingwer kennt man ursprünglich vor allem aus der asiatischen Küche: ob zum Sushi oder im Curry, bei der orientalischen Kochkunst darf die Wunderknolle nicht fehlen und bildet oft die Basis des Rezepts.

Die Knolle hat es aber schon lange auch in die westlichen Küchen geschafft. Wir zeigen Dir einige der Lieblings-Ingwer-Rezepte unseres Teams:

  • Ingwertee oder Heiße Zitrone mit Ingwer
  • Infused-Water
  • Ingwer Shots


Unsere liebsten Ingwer-Rezepte

Ingwertee mit Zimt Ingwertee mit Zimt

Ingwertee mit Zimt

Der Tee aus der Ingwerknolle ist besonders wohltuend, gesund und ganz einfach zu kochen. Für eine Tasse Ingwertee ein daumengroßes Stück der Knolle abschneiden und zerkleinern. Der Ingwer sollte nicht in zu großen Stücken in den Tee gegeben werden, denn je mehr Schnittfläche, desto mehr Geschmack.

Schälen ist optional, aber: Will man die Knolle mit Schale verwenden, sollte darauf geachtet werden, dass Bio-Ingwer verwendet wird! Am besten schält und schneidet man den Ingwer erst kurz vor Gebrauch zu, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen!

Tipp: Das Schälen der Ingwerknolle ist super leicht mit einem Löffel. Einfach den Löffel ansetzen und die Schale zum Körper hin abkratzen.

Den Ingwertee am besten mit siedendem Wasser aufgießen, dabei gilt, dass die Schärfe des Tees zunimmt, je länger man ihn ziehen lässt. 5 Minuten ist die minimale Ziehzeit, dann ist der Tee auch soweit abgekühlt, das auf Wunsch noch Honig und Zitrone hinzugefügt werden können.

Achtung: Sowohl Zitrone als auch Honig sollte man nicht in zu heißes Wasser geben, da sonst die enthaltenen Vitamine abgetötet werden.

Genuss-Tipp: Abgekühlt und auf Eis schmeckt der Tee auch im Sommer als Eistee super lecker!

Ingwerwasser mit Gurke Ingwerwasser mit Gurke

Infused Ginger-Water

Wir wissen alle, dass wir täglich mindestens 1,5 Liter Wasser trinken sollten. Trotzdem fällt es vielen schwer, auf diese Menge an Flüssigkeit zu kommen. Um das Trinken zu erleichtern empfehlen wir leckeres selbstgemachtes Wasser mit Ingwer Geschmack. 

Einfach einige Ingwerscheiben in eine Wasserkaraffe geben und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Fertig ist das erfrischende Ingwer-Wasser mit positiven Eigenschaften.


Abwandeln kann man das trendige Infused-Water zum Beispiel auch mit Minze, Orange, Zitrone, Gurke oder Thymian – Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!


Ingerpulver für Ingwershot Ingerpulver für Ingwershot

Ingwer Shots

Die kleinen Fläschchen sehen wir inzwischen in vielen Kühltheken im Supermarkt, denn die kleinen Shots gelten als Supergetränk für Immunsystem, Kreislauf und vor allem gegen Erkältung. Natürlich muss man dieses Trendgetränk nicht kaufen, sondern kann es auch ganz einfach selbstmachen.

In den klassischen Ingwer-Shots ist nicht nur Ingwer drin, sondern auch Zitrone und Cayennepfeffer.

Die Zubereitung ist ganz einfach: Eine große Ingwerknolle in grobe Stücke zerteilen und im Mixer pürieren. Das Ingwermus durch ein Nutbag oder ein feines Tuch (Stofftaschentuch oder Geschirrhandtuch) pressen und fertig ist der Ingwersaft. Dann einfach eine Zitrone pressen und einen halben Teelöffel Cayennepfeffer hinzugeben. Fertig!

Die Shots kann man in kleine Fläschchen füllen und einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Die Schärfe des Cayennepfeffers und vom Ingwer bringt den Kreislauf richtig in Schwung. Deshalb den Shot am besten am Morgen zu Dir nehmen – für einen frischen Start in den Tag.

Abwandlungen: Du kannst anstatt von Zitrone und Cayenne auch Apfel und Kurkuma zu dem Ingwersaft geben. Außerdem kannst du die Shots nach Belieben mit Agavendicksaft oder Honig süßen!

Fun-Fact: Der Ginger Shot ist noch besser als der klassische Ingwertee, da der Saft vom Shot nicht erhitzt wird und somit keine Mineralstoffe und Vitamine zerstört werden.


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